Projekt: Guatemala
Die Fakten
- Kindertagesstätte "Casita Amarilla"
- Mikrokredite für Mütter
- Kindertagesstätte "La Carolingia"
- Maya-Kindertagesstätte in Huitán und Pochuta
Guatemala ist das größte und bevölkerungsreichste Land Mittelamerikas. 1996 endete ein 36-jähriger Bürgerkrieg, der die Hauptursache für das Fehlen ausländischer Investitionen war. Aber eine hohe Gewaltkriminalität und die verbreitete Korruption bremsen weiterhin das Vertrauen ausländischer Investoren.
Die Verteilung des Einkommens ist weiterhin sehr unregelmäßig. Etwa 75% der Bevölkerung existieren unter der Armutsgrenze.
Bei einer Wachstumsrate von 2,5% verdoppelt sich die Bevölkerung in etwa 20 Jahren. Die Familien haben im Durchschnitt 6-7 Kinder. Aber gerade die Ärmsten der Armen sind oft auf sich allein gestellt. Die Männer haben die Familien im Stich gelassen und so müssen die Frauen sich und ihre Kinder allein ernähren.
Guatemala-City erzeugt wie jede Großstadt einen Haufen Müll. Viele Menschen leben davon, denn sie suchen heraus, was sie selbst noch gebrauchen können oder was sich an Zwischenhändler verkaufen lässt. Bei der Auslese des Mülls gilt das Recht des Stärkeren. Von dem wenigen Geld, das die gesammelten Wertstoffe einbringen, bestreiten diese Menschen ihren Lebensunterhalt. Ihre armseligen Hütten stehen gleich neben der Müllkippe. Auch das Baumaterial ist von der Deponie.
In Guatemala unterstützen wir folgende Projekte:
Ulpán
Im Ulpán-Tal soll die Gesundheitssituation nachhaltig verbessert werden. Das Ulpán-Tal ist eine Region in Guatemala, die auch als „Korridor des Todes“ bezeichnet wird. In den sechzehn Gemeinden dort leben nur mayastämmige Bewohner, die Indígena.
Seit etwa eineinhalb Jahren engagiert sich unser langjähriger Partner, die guatemaltekische Nichtregierungsorganisation CAFNIMA (Centro de Atencion a la Famila y al Niño Maltratado. (http://www.porguatemala.com/) im Ulpán-Tal mit dem Ziel, die Gesundheitssituation der Bevölkerung im Ulpán-Tal, die zur Maya-Gruppe der Q´eqchi´ gehört, grundlegend und nachhaltig zu fördern.
Lesen Sie bitte hier weiter: Projektbeschreibung Ulpan
Casita Amarilla
1994 gründeten Rosi Aponte und Nidia Suoza die Tagesstätte “Casita Amarilla”. Die Jürgen Wahn Stiftung sorgte dafür, dass für das (übersetzt) „gelbe Haus“ und für seine Unterhaltung das erforderliche Geld bereitgestellt wurde. Auch heute und in nächster Zukunft unterstützt die Jürgen Wahn Stiftung die Casita, die von dem guatemaltekischen Verein CAFNIMA betreut wird.
Hier ist mittlerweile ein Lebensmittelpunkt für 150 Kinder enstanden, die auf und an der Müllkippe leben. Sie erhalten hier eine Betreuung und schulische Ausbildung, werden beköstigt und lernen ein Leben abseits der Müllkippe kennen. So wird ihnen die Chance eröffnet, später einmal den Dunstkreis der Müllkippe zu verlassen. Casita Amarilla
Mikrokredite
Die Jürgen Wahn Stiftung vergibt Kleinkredite (microcréditos) von je 150 US$ an bedürftige Frauen. Was bei uns kaum der Rede wert ist, ermöglicht Frauen in Guatemala City eine kleine selbstständige Existenz. Sie eröffnen mit dem Kapital meist einen Handel. Nach und nach zahlen sie das Geld in festgesetzten Beträgen einschließlich Zinsen zurück und das bei einer Inflationsrate von bis zu 20 %! Das zurückfliessende Geld wird wieder für Kleinkredite eingesetzt.
Treten Schwierigkeiten auf, so helfen sich die Frauen gegenseitig. Diese Frauen, sind gleichzeitig Mütter der in der Casita Amarilla betreuten Kinder. Da sie finanziell unabhängig werden, benötigen sie ihre Kinder nicht mehr als Arbeitshilfe beim Müllsammeln. So verstärkt sich der positive Effekt. Ganz zu schweigen von dem gesteigerten Selbstwertgefühl der Mütter. Mikrokredite
La Carolingia
Das Armenviertel „La Carolingia“ liegt ebenfalls unweit der Mülldeponie von Guatemala-City.
Hier erhalten Kinder in einer Tagesstätte eine Vorschulerziehung, werden beköstigt und medizinisch versorgt. In der Freizeit sind Spiel und Sport angesagt. Liebevoll werden Festtage vorbereitet und begangen. Auch die Eltern werden nach Möglichkeit eingebunden. Hausbesuche schaffen Vertrauen und zeigen, unter welchen schwierigen sozialen Bedingungen die Kinder aufwachsen.
Auch hier wird das Ziel verfolgt, den Kindern eine solche Ausbildung und Entwicklung zu ermöglichen, dass sie später einmal die Chance haben, ein “normales” Leben zu führen. Zum Erfolg tragen seit Jahren immer wieder Praktikanten bei, die die Jürgen Wahn Stiftung e.V. dorthin entsendet. Sie selbst sammeln auf diese Weise Erfahrungen, die ihr ganzes Leben bestimmen. La Carolingia
Huitán und Pochuta
1992 finanzierte die Jürgen Wahn Stiftung e.V. gemeinsam mit der Kindernothilfe e.V. zwei Tagesstätten der Maya-Bevölkerung im Landesinneren. Die Tagesstätte in Huitán liegt auf 2.600 m Höhe in den Bergen (2600 m ü. NN). Ihr Gegenstück steht in der Nachbarschaft in Pochuta. Die Jürgen Wahn Stiftung e.V. unterstützt hier kontinuierlich die Betreuungsarbeit für die Familien.Huitan oder Pochuta
La Nueva Esperanza
Die „neue Hoffnung“ ist ein Indianer-Dorf der Indigena abseits der Zivilisation. Die Siedlung liegt in einer großen Lichtung an einem Flüsschen, viele Stunden Fußweg von anderen bewohnten Orten entfernt. Die Wege sind vor allem in der Regenzeit kaum begehbar. Die meisten Güter werden mit Kleinflugzeugen aus entfernten Orten eingeflogen. Die Dorfbewohner widmen sich der Brandrodung und bauen Mais und andere Nutzpflanzen an. Sie betreiben eine kümmerliche Viehzucht.
Die Jürgen Wahn Stiftung unterstützt den Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur (Wasser- und Stromversorgung, Satellitentelefon), finanziert eine medizinische Grundversorgung und ein Alphabetisierungsprogramm. Nueva Esperanza














